
Die Saison 2025/26 festigt Daniel Scofields Position als dramatischer Bariton, der „für die großen Wagner-Bühnen der Welt bestimmt ist“, wobei Kritiker seinen Wotan in Die Walküre für die Opéra de Monte-Carlo lobten: „Seine stimmliche Sicherheit, stilistische Souveränität, deutsche Diktion und dramatische Intelligenz machten ihn sofort zu einem der überzeugendsten Interpreten des Wotan unserer Zeit“ (Operawire).

Daniel eröffnete die Saison mit seinem Rollendebüt als Jochanaan in Salome in St. Louis, „eine gewaltige Stimme, die durchaus die Stimme Gottes sein könnte“ (Broadway World). Nach Bayreuth kehrte er an die Lyric Opera of Chicago zurück, um in Elijah Moshinskys legendärer Inszenierung von Cavalleria rusticana/Pagliacci mitzuwirken. Nach seinem Triumph als Wotan in Monte Carlo kehrt er im Frühjahr an die Prager Staatsoper zurück, um zum vierten Mal in Folge die Rolle des Tonio/Alfio in Ondřej Havelkas Inszenierung von Cavalleria rusticana/Pagliacci zu singen, Pagliacci in Las Vegas zu geben und sein Debüt als Jochanaan an der Israelischen Oper, als Golaud in Pelléas et Mélisande an der Opera Baltimore und als Athanael in Thais an der Opera Idaho zu feiern.
--------
„Seine Leistung ist die eines Profis,
und in einem Künstler, der seinen Weg geht
durch den Operndschungel,
es ist aufregend, das mitzuerleben.“
Rigoletto, Oper in den Höhen 2014
Houston Presse
--------

Während der Spielzeit 2024/25 schloss sich Scofield dem Staatstheater Hannover an, um eine Neuinszenierung von Pagliacci zu kreieren, brachte seinen Marcello in La Bohème nach North Dakota, gab ein Doppeldebüt als Escamillo in Carmen mit Opera Carolina und kehrte für Cavalleria rusticana/Pagliacci nach Prag zurück, bevor er dort im Mai sein gefeiertes Debüt in der Titelrolle des fliegenden Holländers gab.
Die Spielzeiten 2022/23 und 2023/24 waren geprägt von zahlreichen Debüts und Uraufführungen, darunter Smyths „Les Naufrageurs“ (Die Strandräuber) mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Robin Ticciati, seine Rückkehr an die Lyric Opera of Chicago für Sir David McVicars Inszenierung von „Don Carlos“ sowie seine Debüts als Marcello in „La Bohème“ beim Glyndebourne Festival und der Fort Worth Opera. Er sang „Die Walküre“ am Teatro di San Carlo in Neapel und „Salome“ mit dem Houston Symphony Orchestra. Zudem verkörperte er den bedrohlichen Scarpia in „Tosca“ an der Opera Orlando und die Titelrolle in „Eugen Onegin“ an der Opera Baltimore. Zu seinen weiteren Engagements zählen sein Debüt an der Prager Staatsoper als Graf in Schrekers „Der ferne Klang“ und sein Engagement an der Lyric Opera of Chicago für „Macbeth“.
Als zweifacher Regionalfinalist des Metropolitan Opera Laffont Wettbewerbs und Stipendiat der Olga Forrai Foundation für dramatische Gesangskunst ist Scofield auch ein hoch angesehener Konzertkünstler. Er trat mit Orchestern im ganzen Land auf und interpretierte Werke von Haydn und Händel bis hin zu Britten, Strawinsky und Mahler. Weithin gelobt für seinen großen Stimmumfang und sein kraftvolles Legato, gilt er zunehmend als führender Interpret von Verdi und Wagner. Zu seinen Hauptrollen zählen Rigoletto, La traviata, I vespri siciliani, Macbeth, Don Carlos, Aida, Tosca, La fanciulla del West, Pagliacci, Cavalleria rusticana, Der fliegende Holländer und Die Walküre.
"Das Gelächter des Publikums war vielleicht ein Beleg für Daniel Scofields elektrisierenden Rigoletto. Er ist kein stotternder, alter, deformierter Hofnarr. Er mag ein Clown sein, aber von der Sorte, die kleinen Kindern Albträume beschert. Er ist teilweise wegen der subtilen Darstellung von Rigolettos Deformität verstörend. Es gibt nur eine Andeutung eines Buckels und ein etwas ausgeprägteres Hinken. Abgesehen davon wirkte Rigoletto oft robust und sogar jung. Scofield lässt es so erscheinen, als ob er sich seiner selbst als Außenseiter viel bewusster ist, weil er sich am Rande der Normalität befindet, und umso mehr darauf bedacht ist, seine Ehre zu bewahren ... Seine Stimme ist reich nuanciert. In ihren dunkleren Momenten erinnerte sie mich an Renato Bruson. Er dehnte einige Phrasen langsam und dick, als würde er Teer auseinanderziehen."
Opera Wire

